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Presse

Richtigstellung zu angeblichen Millionenverknüpfungen

von Verhandlungsführer Baublies

21.06.2020

Die "Welt am Sonntag" berichtet in ihrer heutigen Ausgabe darüber, dass Nicoley Baublies, neben Daniel Flohr, Verhandlungsführer in den Gesprächen zu einem Krisenpaket der Lufthansa, eine Zahlung in Millionenhöhe an ihn persönlich zur Voraussetzung eines Krisenpakets bei Lufthansa gemacht hat.  

Selbstverständlich ist dies nicht der Fall. UFO hat dem LH-Konzern heute die Möglichkeit gegeben, selbst auf diese offensichtliche Falschmeldung zu reagieren. In dem Artikel äußern sich (anonym) an den Verhandlungen beteiligte Manager der Lufthansa.  

Zwar gibt es ein sogenanntes Güteverfahren, in dem sich Lufthansa und UFO mit den Ansprüchen, die auch bei Baublies bestehen (ungerechtfertigte Kündigungen, Mobbing, Rechts- und Behandlungskosten) auseinandersetzen wollten. Allerdings gibt es dort noch keine Lösungen. UFO hat daher Lufthansa schriftlich und eindeutig mitgeteilt, dass sowohl Baublies, Flohr und die UFO nicht nur während der Krisenverhandlungen, sondern dauerhaft auf dieses Verfahren verzichten und angeboten, dies ohne irgendwelche Konditionierungen, ergebnislos aufzuheben.  

Hier der Originaltext, der von Baublies bereits Mitte der Woche an den Lufthansa-Verhandlungsführer als Vorschlag für eine Vereinbarung zur Beendigung der persönlichen Forderungen übermittelt wurde:  
 
„Friedenspaket:  
 
Es wird Frieden geschlossen.  

Es gibt (noch) keine Lösung in wie fern die Streitigkeiten der Vergangenheit, die im Güteverfahren aufgelistet waren, beigelegt werden. Die Parteien heben das Güteverfahren ohne Ergebnis auf.  

Beide Parteien erhoffen sich aus dem Friedensschluss, in Verbindung mit dem Krisenpaket, das LH wirtschaftlich hilft und den Mitarbeitern eine größtmögliche Sicherheit verschafft, dass sie diese Konflikte bilateral in den kommenden Monaten einvernehmlich beilegen.” 

 

“Ich habe die zuständigen Lufthansa-Vertreter am Sonntagvormittag darum gebeten, sich als Unternehmen fair zu verhalten, und selbst zu dieser nachweislichen Falschbehauptung Stellung zu nehmen. Leider hat sich bis zum späten Nachmittag niemand gemeldet, so dass wir keinen anderen Weg gesehen haben, diese Falschbehauptung mit aller Klarheit zu dementieren. Ich selbst war, wie auch viele weitere Gremienmitglieder in der letzten Woche in den Verhandlungen und kann eineindeutig bestätigen, dass Nicoley selbst die Idee eingebracht hat, die persönlichen Themen, sogar ganz formal, fallen zu lassen, damit nicht einmal der Eindruck entsteht, dass eine Verknüpfung zu den Krisenverhandlungen besteht”, so Louisa Collenberg, stellvertretende Vorsitzende der UFO. 

 

“Am vergangenen Freitagabend hat Lufthansa ein mit UFO sondiertes Paket abgelehnt. Dennoch haben wir am Samstag weiter versucht, zu einer Lösung zu gelangen. Dabei ging es zu keinem Zeitpunkt um etwas anderes als eine gute Vereinbarung, um die Arbeitsplätze der Lufthansa zu erhalten und dem Unternehmen im Gegenzug ein enormes Einsparpaket zu ermöglichen. Natürlich ist es da die Aufgabe des Verhandlungsführers, überbordende Forderungen der Lufthansa abzuwehren. Diese gab und gibt es, und keiner der Anwesenden war der Ansicht, dass es richtig sein könnte, diese zu erfüllen. Wir müssen davon ausgehen, dass daher gezielt unser Verhandlungsführer durch diese Fehlinfos an die Presse diskreditiert und der Weg bereitet werden sollte, dass UFO aus eigennützigen Gründen ein Rettungs- und Krisenpaket blockiert. So etwas darf nicht fruchten, es ist nicht wahr und das nachweislich. Wir hätten uns sehr gefreut, wenn LH die Größe bewiesen hätte, hierzu klar Stellung zu nehmen“, so Collenberg abschließend. 

 

UFO setzt weiter auf Verhandlungslösungen und hat auch für den heutigen Sonntag, trotz der unsäglichen Berichterstattung und der fehlenden Kommunikation von Lufthansa, jederzeit Gespräche angeboten und tut dies auch weiterhin. Es ist alternativlos für die Hauptversammlung ein kraftvolles Signal zu senden, dass die größte Belegschaftsgruppe und ihre Gewerkschaft einen Beitrag leisten und dafür eine angemessene Beschäftigungssicherung erhalten.  
 

Mörfelden-Walldorf, den 21. Juni 2020

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